Waffenlieferungen in den Irak

Die Presse meldet es, die Bundesregierung hat sich entschlossen, Waffen an die kurdischen Kämpfer zu liefern, um diese in ihrem Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Das führt zwangsläufig zu heftigen Diskussionen zwischen den Gegnern und Befürwortern der Waffenlieferungen.

Natürlich, die Terroristen des IS kämpfen hauptsächlich mit erbeuteten Waffen, hauptsächlich Amerikanischen, mit denen die Amerikaner den Irak aufmunitioniert haben. Das zeigt die Problematik von Waffenlieferungen in Krisengebiete sehr deutlich auf.

Klar ist auch, dass der sog. Krieg gegen den Terror vollkommen ungeplant in Gang gesetzt wurde und weder die Amerikaner, noch die europäischen Staaten Zukunftspläne hatten, noch wussten, was sie überhaupt im Irak wollten. Das zeigt sich auch am Jubel der westlichen Staaten über den sog. arabischen Frühling und der naiven Vorstellung, man könne in der arabisch- islamischen Region eine Westminster Demokratie errichten, ohne die historischen und kulturellen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Darf das aber den Westen davon abhalten, in der jetzigen Situation Waffen an die kurdischen Kämpfer zu liefern? In den vom IS beherrschten Gebieten, herrscht blanker Terror und es zeichnet sich ein Völkermord an den Jesiden ab.

Mitschuldig kann man sich auch machen, indem man dem mörderischen Treiben des IS einfach zusieht. So problematisch Waffenlieferungen sind, eine nüchterne Abwägung führt dazu, dass man Waffen liefert, aber gleichzeitig kenntnisreich darüber nachdenkt, wie die Zukunft des Irak und auch Syriens aussehen soll.

 

21.8.14 17:14

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