Nürburgringsakndal

Der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel wurde vom Landgericht Koblenz zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Ich finde das Urteil in diesem speziellen Fall etwas hart, weil man Deubel vieles vorwerfen kann, jedenfalls aber keine Bereicherungsabsicht. Er hat sicher naiv und wohl auch töricht gehandelt und öffentliche Gelder verschwendet, aber bereichern wollte er sich nicht. 

Gut fände ich es jedenfalls, wenn man dieses Urteil zum Anlass nnimmt, um in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens genauer hinzuschauen, was mit öffentlichen Geldern so gemacht wird. Ich erinnere hier an den Skandalflughafen Berlin, an Stefan Mappus in Baden- Württemberg und das WCCB in Bonn, aber auch an Sparkassen oder Landesbanken, die entgegen ihrer gesetzlich festgelegten Aufgaben mit den ihnen anvertrauten Kundegeldern "gepokert" haben.

Insoweit könnte das Urteil durchaus der erste Schritt in die richtige Richtung sein.  

18.4.14 12:18

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


jutta (21.4.14 11:07)
Ich war auch sehr überrascht über die Höhe der Strafe, die verhängt worden ist. Persönliche Bereicherung kann man dem ehemaligen Finanzminister da wirklich nicht vorwerfen. Naivität vermutlich..aber Dummheit schützt vor Strafe nicht.
Das Urteil ist aber wirklich richtungsweisend. Man kann nun mal nicht mit öffentlichen Geldern so sorglos und leichtsinnig umgehen und hinterher sagen, hab nix gewusst.
Minister oder eben auch andere Führungskräfte müssen nunmal auch für das Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter gerade stehen.


Uli (22.4.14 13:43)
Da hast du recht. diesbezüglich ist das Urteil richtungsweisend und das ist gut so.
In diesem Land war es ja sehr lange doch etwas anders.

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