Medialer Pranger

In der Online Ausgabe der FAZ vom 08.04.2014 kann man heute lesen, dass angeblich schon vor 10 Jahren ein Mitarbeiter einer IT- Firma auf dem Bundestagscomputer des damaligen Abgeordneten Edathy Nacktfotos von Jungen gefunden und dieses auch weitergemeldet haben will.

Hier stelle ich mir die Frage, was soll diese Meldung zum jetzigewn Zeitpunkt. 

Entweder gibt es Straftaten, die man mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Herrn Edathy nachweisen kann, dann ist es Aufgabe eines Gerichts, eine Entscheidung zu treffen oder es gibt eben keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass er sich strafbar gemacht hat. Dann ist heirüber nicht weiter zu reden oder zu spekulieren.

Keinesfalls erträglich ist der mediale Pranger, an den Herr Edathy gestellt wird. Das ist eine im deutschen Recht nicht vorgesehene Strafart. So dürfte auch jeder denken, der sich jetzt an der "Hetze" gegen Edathy beteiligt, in jedem Fall dann, wenn er aus welchen Gründen auch immer, selber an diesen medialen Pranger gestellt wird.

Frei nach dem alten Grundsatz: Calumniare audacter, semper aliquid haeret. Verleumde ruhig kräftig, irgendwas bleibt immer hängen.

 

8.4.14 11:56

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