Medialer Pranger

In der Online Ausgabe der FAZ vom 08.04.2014 kann man heute lesen, dass angeblich schon vor 10 Jahren ein Mitarbeiter einer IT- Firma auf dem Bundestagscomputer des damaligen Abgeordneten Edathy Nacktfotos von Jungen gefunden und dieses auch weitergemeldet haben will.

Hier stelle ich mir die Frage, was soll diese Meldung zum jetzigewn Zeitpunkt. 

Entweder gibt es Straftaten, die man mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Herrn Edathy nachweisen kann, dann ist es Aufgabe eines Gerichts, eine Entscheidung zu treffen oder es gibt eben keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass er sich strafbar gemacht hat. Dann ist heirüber nicht weiter zu reden oder zu spekulieren.

Keinesfalls erträglich ist der mediale Pranger, an den Herr Edathy gestellt wird. Das ist eine im deutschen Recht nicht vorgesehene Strafart. So dürfte auch jeder denken, der sich jetzt an der "Hetze" gegen Edathy beteiligt, in jedem Fall dann, wenn er aus welchen Gründen auch immer, selber an diesen medialen Pranger gestellt wird.

Frei nach dem alten Grundsatz: Calumniare audacter, semper aliquid haeret. Verleumde ruhig kräftig, irgendwas bleibt immer hängen.

 

8.4.14 11:56, kommentieren

Schäubles Vergleiche

Am vergangenen Montag hat Wolfgang Schäuble sich in besonderer Weise in der politischen Diskussion um die Krim- Krise hervorgetan.

Er verglich glatt mal die russische Okkupation der Krim mit Hitlers Einmarsch ins Sudetenland. Wenn es auch ein paar vergleichbare Ansätze vorhanden sind, gibt es doch auch starke Unterschiede, die schnell ins Auge fallen. Die Sudetendeutschen mussten mit Druck und Einschüchterung "überredet" werde, die Bewohner der Krim nicht.

Und außerdem ist es so, dass derartige historische Vergleich immer hinken und wenig zielführend sind. Einso erfahrener Politiker wie Schäuble sollte das an sich wissen.

Nun, auch der Vergleich Putin mit Hitler hinkt gewaltig. Man soll und muss Putin heftig wegen seiner Nationalpolitik kritiisieren, aber mit einem Schwerverbrecher wie Hitler kann man ihn nun nicht vergleichen.

 

Es bleibt die Frage, was will Schäuble damit erreichen?

3 Kommentare 2.4.14 10:34, kommentieren

Islam- Rabatt

Eine Meldung auf Bild.de vom 31. März 2014 lässt aufhorchen, zeigt sie doch, wie schnell man bestimmte Meinungen in der Öffentlichkeit lancieren und Volkesstimme zum kochen bringen kann.

Berichtet wird über den Fall eines Deutsch- Afghanen, der seine schwangere  Freundin ermordet hat, weil sie sein Kind, mit dem sie schwanger war, nicht abtreiben wollte.

Im Ergebnis wurde der Täter vom Landgericht wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, das ist die in § 211 StGB zwingend zu verhängende Strafe. 

An der Reaktion auf dieses Urteil zeigt sich deutlich, wie man mit  geschickter Argumentation gezielt bestimmte Leserreaktionen hervorrufen kann. In der Meldung wird darauf hingewiesen, dass das Gericht nicht, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, die besondere schwere der Schuld festgestellt hat. Gleichzeitig wird die Frage aufgeworfen, ob es hier einen Strafrabatt für Täter mit islamischem Hintergrund gibt. Die Leserreaktionen sind dann entsprechend und immer wieder kommt es zu Äußerungen, dass  hier Kuscheljustiz vorliege und dass  wohl muslimischen Straftätern unverständliche Strafrabatte eingeräumt würden.

Vor dem Hintergrund einer Verurteilung zu lebenslanger Haft sehr abenteuerliche Meinungen. Zumal die sog. "Festellung der besonderen Schwere der Schuld" durch ein Gericht keine zusätzliche Strafsanktion ist, sondern eine Feststellung, die das Gericht treffen muss, um bereits im Urteil eine Aussage darüber zu treffen, ob eine Aussetzung des Strafrestes nach 15 Jahren möglich sein kann oder nicht, § 57a StGB. Hat das Gericht die "besondere Schwere der Schuld" festgestellt, so findet diese Überprüfung erst zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass es ohnehin keine Automatismus dahingehend gibt, dass ein zu lebneslanger Haft Verurteilter immer nach 15 jähriger Vollzugsdauer bedingt entlassen wird. Die Vollzugsdauer ist in Deutschland eher deutlich länger, sie liegt bei durchschnittlich 22 Jahren.

 

Um die Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit das Gericht eine " besondere Schwere der Schuld" feststellen kann,findet sich weder in dem Bericht, noch in den Leisermeinungen ein Wort.

2.4.14 10:18, kommentieren

Spaghetti Bolognese

 

 

In Deutschland all bekannt, aber leider immer wieder missverstanden als Spaghetti mit Hackfleisch und Tomatensauce.

An sich ist es ein Ragout, was man aber auch mit Hackfleisch machen kann, nur bitte nicht vergessen, es ist keine Sauce.

Hier eine Hackfleisch variante:

500g gemischtes Hackfleisch, Tomatenstücke, Tomatenmark und Zwiebeln, aber bitte nicht die von der stinkigen Sorte, sonder feine und kleine. 

Das Hackfleisch anbraten, bitte gründlich anbraten und dann die in feine Würfel geschnittenen Zwiebeln mitdünsten, salzen und pfeffern, dannTomatenmark und etwas Paprikapulver in der Pfanne anrösten. Mit Rinder-oder Gemüsefond ablöschen, aber nur wenig Flüssigkeit, es soll nicht suppig werden. Das ganze gut dünsten und darauf achten, dass die Flüssigkeit reduziert wird.

Inzwischen separat eine geschälte und gewürfelte Paprikaschote in eine Pfanne anbraten und würzen. Zum Schluss zu dem Ragout geben.

Anrichten und viel Spaß damit.

Demnächst kommt noch eine echte Ragoutvariante.

8 Kommentare 1.4.14 10:24, kommentieren

Rotbarschfilet Grenobler Art

 

Ein leckeres Fischgericht, auch nicht besonders schwierig nach zu kochen.

Man braucht pro Person ein  relativ dickes Rotbarschfilet( kann man aber auch mit anderem Fisch, z. B. Zander machen). Dieses schneidet man in 2 oder 3 Teile.

In einer Pfanne Butter (großzügig) heiß werden lassen, den Rotbarsch darin anbraten, dabei darauf achten, dass der Fisch innen noch leicht glasig bleibt, vor allem, keine zu große Hitze.

Den Fisch dann herausnehmen und in der Butter Zitronenwürfel heiß werden lassen und Kapern dazugeben. Mit etwas Zitronensaft begießen und noch die Buttersauce mit kalten Butterstückchen leicht binden.

Dazu passen ganz hervorragend Salzkartoffeln.

1 Kommentar 28.3.14 18:36, kommentieren